Die Pause von der eigenen Seele

Manchmal braucht es Pause … Pause vom eigenen Ich, weshalb sich hier letzten Monat auch nichts getan hat.

 

Die Trennung von Mr. Happy hat mich umgeworfen. Ich musste mich wieder finden. Sein Vorwurf, ich hätte mehr im Blog geschrieben, als mit ihm geredet, saß tief.

Es brauchte etwas Abstand, Kräfte sammeln für neue Taten, neues Vorhaben …

 

Ich habe viel fotografiert, ich habe gezeichnet, war draußen und habe die Zeit mit meinen Hunden und Lieben genossen.

Mir gehts relativ gut, auch ohne ihn.

Und es wird Zeit, wieder ab und an zu bloggen, denn auch das tut gut.

 

Vielleicht mag ja wieder jemand mitlesen, nen nächstes Thema weiß ich auch schon 😀

 

eure Nana

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Kalle tötet mein Denken

Tja, inzwischen kennt ihr Kalle … und jedes Jahr vor dem 15.01. geht es mir schlecht … einfach, weil ich weiß, dass wir uns am 15.01. kennen gelernt haben. Ich hoffe immer, ich könnte es vergessen.

Nun ist es das 15. Jahr … und ich erinnere mich an den selben Scheiß … wie er mir seine Zunge in den Hals steckte, mich berührte, … wie er immer sagte, wie schön es sei …

wie ich IHN berühren musste, weil man das als Freundin tut … es gab so viel in den 6 Wochen, bis er sämtliche Regeln brach, die man brechen kann … und es tut so weh, als wäre es gestern gewesen … wie er mich nach der Tat vor den Schrank schlug und ausholte

ich dachte, ich würde sterben, ich hatte so unglaubliche Angst

Nun ok, Mr. Happy weiß das grob, er weiß, was der 15.01. für ein Tag ist … dass ich quasi die letzten Tage deshalb „unbrauchbar“ war … und ich hänge da fest im Denken

Vielleicht hab ich ja glück und zum nächsten „Jahrestag“ habe ich schon den ersten Termin bei der neuen Therapeutin

 

aber bis dahin muss ich dadurch. Mir ist schlecht, ich könnte den ganzen Tag heulen, … einfach nicht meine Zeit, so Mitte Januar

Kalle und die Folgen im Jetzt

So, die regelmäßigen Mitleser wissen seit vorgestern, wer Kalle ist, die anderen dürfen gerne bei Interesse nachlesen.

 

Momentan ist Kalle wieder so präsent wie jeden Januar. Wieso Januar? Weil er am 10.01. Geburtstag hat, weil wir am 15. Januar zusammen gekommen waren. Ich vergesse solche Daten leider nicht, manchmal würde ich zu gerne.

 

Und gestern war er immer noch präsent, auch als ich bei Mr. Happy im Arm lag. Er fragte, was los sei und ich fragte ihn, ob er den Blogeintrag zu Kalle lesen wolle. Darauf erwiderte er: „Nein, das möchte ich nicht. Entweder möchtest du es mir erzählen oder nicht, aber ich möchte sowas nicht in einem Blog lesen.“

Ok, also erzählte ich die Kurzform, dass Kalle 6 Wochen lang versucht hat, an mir herum zu machen, bis er mir diesen einen Tag sehr sehr weh getan hat, was Flashbacks an meine junge Kindheit zulies und mich zu SVV, Bulimie und Saufen trieb.

 

Ganz lieb war seine vorsichtige Frage, ob er etwas für mich tun könne. Da liefen mir Schauer über den Rücken. Ich kuschelte mich an ihn und sagte nur „Das tust du schon, sehr viel sogar.“

 

Und nun muss ich weiter damit klar kommen, die nächsten 10 Tage überstehen und erfahrungsgemäß wird es dann besser.

 

Doch dieses Jahr gibt es kein SVV, keine Rückfälle jeglicher Art, denn ich hab meinen Mr. Happy ❤

Wie eine Tat das Leben verändert

Manchmal gibt es Rückblicke.

Und nun bitte richtig lesen, nur Blicke zurück, keine Schritte zurück, denn das können wir nicht, unsere Vergangenheit bleibt hinter uns, und wir kommen dahin (glücklicherweise) nie zurück.

 

In dieser Erinnerung geht es um etwas traumatisches, etwas, was mich bis heute indirekt beeinflusst und was der Auslöser für viel Unsinn war, der Stein, der vieles ins Rollen brachte.

 

Wir schreiben das Jahr (tja, welches war es noch gleich?) – egal, die kleine Nana war 15 Jahre jung.

Freunde? Hatte sie wenige. Einen Jungen geküsst? Ja, das hatte sie schon mal, einen kleinen Schmatzer auf den Mund. Aber sonst wusste sie von nichts. Ihre Tage hatte sie noch nicht, Brüste hatte sie kaum, sie war einfach noch ein Mädchen.

Ihre beste Freundin hatte aber einen Freund, was eigentlich cool war. Und dessen Freund Kalle sollte mit einer weiteren Freundin verkuppelt werden, beim Billiard spielen. Wieso nicht mit mir? Kalle war 21 Jahre alt, zu alt für klein Nana. Und so fuhren wir los und trafen uns auf dem Parkplatz.

Nana wusste damals nicht warum, aber sie versuchte, Kalles Aufmerksamkeit zu bekommen. Es war der 15. Januar. Kalle fand klein Nana übrigens auch toll. Naja klar. Sie war jung(fräulich), schüchtern, unerfahren, … und nachher ging es noch zum Spieleabend zu Nana heim.

Die nächsten 6 Wochen gingen sie viel im Schnee spazieren, stellten sich gegenseitig den Eltern des Anderen vor, küssten sich, was Nana ekelig fand, aber ok. Kalle wollte es. Auch gerne mit Zunge. Und sie wollte Kalle ja gefallen.

Doch dann kam Streit, 2 Tage lang … Und am Sonntag hatte Kalle genug. Im Streit warf er klein Nana aufs Bett und zog ihr die Hose runter. […] Den Rest erspare ich euch mal. Nana schrie nicht, dabei wären ihre Eltern unten gewesen, die sahen nämlich fern. Nana spang nur auf, als er fertig war und von ihr abließ und er schleuderte sie vor den Schrank. Angst stand in Nanas Augen, denn sie dachte, er würde sie tot schlagen, sie sah Hass.

Mit letzter Kraft raffte sie sich auf, als er die Faust wieder herunter nahm, begleitete ihn zur Tür und als ihre Eltern fragten, was los sei, sagte sie, sie haben sich gestritten und sie ginge nun ins Bett.

 

Der Boden war hart, aber die nächsten Nächte konnte sie nicht mehr ins Bett.

Und nun brach alles auf … sie wusste nicht, dass ihr früher schon derbe Gewalt angetan wurde, das würde sie erst 10 Jahre später an Hand von Flashbacks immer weiter herausfinden, aber Ekelgefühle kamen auf.

 

Und so geriet ihr junges Leben immer mehr aus der Bahn, sie verletzte sich an sämtlichen Körperstellen, schwänzte die Schule, übergab sich nach dem Essen, besoff sich und ging mit fremden Männern in dunkle Ecken.

 

 

Und alles, weil dieses Ereignis mit Kalle längst verdrängtes wieder hervor holte.

Danke Kalle

der angetrunkene Sonntag

Wenn ich um 16 Uhr an einem Sonntag angetrunken bin, dann ist das kein gutes Zeichen.

Wenn ich keinen Sehen und Hören will, wenn ich stiller werde, wird es gefährlich.

Und dennoch sitze ich hier. Ich mache nichts böses, weil ich weiß, dass ich gebraucht werde.

Dennoch ist es so schwer erträglich. Zu wissen, dass ich Hilfe bräuchte, aber mein Kopf sagt: Geheimnisse darf ich nicht verraten. Und es war eh nie etwas.

Mal sehen, wie ich morgen aufwache.