Die Pause von der eigenen Seele

Manchmal braucht es Pause … Pause vom eigenen Ich, weshalb sich hier letzten Monat auch nichts getan hat.

 

Die Trennung von Mr. Happy hat mich umgeworfen. Ich musste mich wieder finden. Sein Vorwurf, ich hätte mehr im Blog geschrieben, als mit ihm geredet, saß tief.

Es brauchte etwas Abstand, Kräfte sammeln für neue Taten, neues Vorhaben …

 

Ich habe viel fotografiert, ich habe gezeichnet, war draußen und habe die Zeit mit meinen Hunden und Lieben genossen.

Mir gehts relativ gut, auch ohne ihn.

Und es wird Zeit, wieder ab und an zu bloggen, denn auch das tut gut.

 

Vielleicht mag ja wieder jemand mitlesen, nen nächstes Thema weiß ich auch schon 😀

 

eure Nana

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Herz gegen Kopf

Kleiner Dialog zu der Trennung des „Mr. Happy“ von klein Nana: Herz gegen Kopf

 

Ich vermisse ihn, kann er bitte wieder kommen?

Wird er nicht, also bitte, find dich damit ab. Er hat für dich entschieden, dass es vorbei ist.

Aber darf er das denn einfach so?

Es ist keine Frage, ob er das darf. Zu einer Beziehung gehören immer 2 Menschen. Wenn der eine nicht mehr will, löst er somit die Beziehung auf.

Aber er liebt mich doch noch. Und ich liebe ihn auch.

Das kann sein. Aber er hat Gründe genannt, die ihm reichen, sich von dir zu trennen.

Aber die hätte man doch aus der Welt schaffen können. Er hätte nur etwas sagen müssen, mit mir reden.

Ja, das hätte man machen können, aber das wollte er nicht. Sonst hätte er sich auf dich zu bewegen müssen. Er kann nicht verlangen, an seiner Stelle zu stehen und du biegst dich so, wie es ihm passt, dazu sind wir zu stolz.

*jammer* *Tränchen kullern lass*

Die Panik packt zu

Lang lang ists her, seit die letzte Panikattacke zugegriffen hat.

Es schnürrt sich der Brustkorb zu, der Puls rast, das Herz scheint aus der Brust zu springen, kann sich aber nicht bewegen, mir wird schwindelig … und alles im Büro.

Auslöser?

 

Tja, ich höre nebenbei Karneval. Ich denke, dass mein Freund die nächsten Tage feiert ohne mich, das Leben feiert ohne mich. Warum? Nicht weil er mich nicht mitnehmen möchte, sondern weil ich nicht will. Ich ertrage so viele Menschen nicht, laute Musik, betrunkene Menschen … das animiert mich zum Saufen. Und ich hab früher viel Party gemacht, viel getrunken.

Aber ich bin trocken und mag es bleiben. Und es sind mir zu viele Menschen.

Sonst würde ich mitgehen.

 

Und so geht er alleine. Und eigentlich sollte es ok sein. Aber in mir macht sich die Angst breit, ich würde ihn verlieren, wenn er ohne mich Spaß hat. Und so schafft es die Panik, sich hochzuarbeiten.

 

Und was tue ich dagegen? Ich schreibe hier, ich analysiere, wie es dazu kam, wie es mir geht und ich hoffe einfach, dass ich falsch liege, dass Mr. Happy mich liebt und es stimmt, wenn er sagt, dass es ok ist.

Und ja, es ist bestimmt ok, wenn er ohne mich Spaß hat, weil ich Karneval nicht mag. Ich muss ja nicht alles mögen und an seinem Rockzipfel hängen. Etwas Freiraum tut uns sicherlich beiden gut, ganz sicher.

Kalle tötet mein Denken

Tja, inzwischen kennt ihr Kalle … und jedes Jahr vor dem 15.01. geht es mir schlecht … einfach, weil ich weiß, dass wir uns am 15.01. kennen gelernt haben. Ich hoffe immer, ich könnte es vergessen.

Nun ist es das 15. Jahr … und ich erinnere mich an den selben Scheiß … wie er mir seine Zunge in den Hals steckte, mich berührte, … wie er immer sagte, wie schön es sei …

wie ich IHN berühren musste, weil man das als Freundin tut … es gab so viel in den 6 Wochen, bis er sämtliche Regeln brach, die man brechen kann … und es tut so weh, als wäre es gestern gewesen … wie er mich nach der Tat vor den Schrank schlug und ausholte

ich dachte, ich würde sterben, ich hatte so unglaubliche Angst

Nun ok, Mr. Happy weiß das grob, er weiß, was der 15.01. für ein Tag ist … dass ich quasi die letzten Tage deshalb „unbrauchbar“ war … und ich hänge da fest im Denken

Vielleicht hab ich ja glück und zum nächsten „Jahrestag“ habe ich schon den ersten Termin bei der neuen Therapeutin

 

aber bis dahin muss ich dadurch. Mir ist schlecht, ich könnte den ganzen Tag heulen, … einfach nicht meine Zeit, so Mitte Januar

Panikattacken – oder doch nicht?

Die Frage der Fragen … und das alles nur, weil Mr. Happy Trödelmärkte mag.

 

Trödelmarkt? War ich ewig nicht mehr, bestimmt 6 Jahre lang … nun ja, also tingelte ich Sonntag mit meinem Liebsten dort hin …

in der unteren Etage eines Parkhauses … es war schlechte Luft, voll, laut, … und ich wusste wieder, warum ich die letzten 6 Jahre nirgends war.

Ich teilte es meinem Schatz mit, der fragte, ob wir lieber wieder gehen sollen. War echt lieb, aber bringt ja nix.

Dann muss ich ihn sein Leben lang alleine hin gehen lassen, nur weil ich Angst hab – also ok, muss ich durch.

 

Tief ein- und ausatmen. Nicht nur auf eine Stelle schauen, sondern gerne mal zu allen Seiten, denn bei einem Punkt, kipp ich eher um und verliere das Gleichgewicht. Zum Glück konnte ich mich bei ihm einharken. Und nun merken, es ist bei mir, es passiert nix.

 

Es wurde voller und leerer. Er kaufte ein und ich begleitete ihn.

Mehr konnte er bei bestem Willen nicht erwarten.

Und ich war mächtig stolz auf mich!

Kalle und die Folgen im Jetzt

So, die regelmäßigen Mitleser wissen seit vorgestern, wer Kalle ist, die anderen dürfen gerne bei Interesse nachlesen.

 

Momentan ist Kalle wieder so präsent wie jeden Januar. Wieso Januar? Weil er am 10.01. Geburtstag hat, weil wir am 15. Januar zusammen gekommen waren. Ich vergesse solche Daten leider nicht, manchmal würde ich zu gerne.

 

Und gestern war er immer noch präsent, auch als ich bei Mr. Happy im Arm lag. Er fragte, was los sei und ich fragte ihn, ob er den Blogeintrag zu Kalle lesen wolle. Darauf erwiderte er: „Nein, das möchte ich nicht. Entweder möchtest du es mir erzählen oder nicht, aber ich möchte sowas nicht in einem Blog lesen.“

Ok, also erzählte ich die Kurzform, dass Kalle 6 Wochen lang versucht hat, an mir herum zu machen, bis er mir diesen einen Tag sehr sehr weh getan hat, was Flashbacks an meine junge Kindheit zulies und mich zu SVV, Bulimie und Saufen trieb.

 

Ganz lieb war seine vorsichtige Frage, ob er etwas für mich tun könne. Da liefen mir Schauer über den Rücken. Ich kuschelte mich an ihn und sagte nur „Das tust du schon, sehr viel sogar.“

 

Und nun muss ich weiter damit klar kommen, die nächsten 10 Tage überstehen und erfahrungsgemäß wird es dann besser.

 

Doch dieses Jahr gibt es kein SVV, keine Rückfälle jeglicher Art, denn ich hab meinen Mr. Happy ❤

Die Kontrolle abgeben

Tja, wer kennt das nicht …

„Lass dich fallen“ – kann ich nicht

„Du musst nicht immer alles kontrollieren“ – doch, muss ich

 

Selbst einige von euch Lesern dürften es kennen … irgendwann im Leben hat man angefangen, zwanghaft alles kontrollieren zu wollen, weil man alles im Griff haben möchte.

 

Aber ok, hier gehts nicht um „man“, sondern um mich.

In meiner Kindheit war zu viel fremdbestimmt. Von Männern wurde ich benutzt. Zuhause geschlagen, eingesperrt, zum Essen gezwungen … und irgendwann fing ich an, mir Ventile zu suchen.

Ritzen, Essstörungen, Dissoziationen, Alkohol, alles gehörte zu meiner Tagesordnung, nur aus dem Leben entschwinden, bis zum absoluten Kontrollverlust.

Doch auch bei diesem Kontrollverlust wurde man benutzt, genau wie zuvor. Doch das wollte ich nicht mehr.

Also, wie erlange ich Kontrolle?

Ich kontrolliere mein Essen, ich trinke nicht mehr, ich gehe kein Risiko mehr ein. Ich mache nur Dinge, die ich kenne, mit abschätzbarem Risiko, nichts unbekanntes mehr, was ich nicht kontrollieren kann.

 

Na, wer erkennt sich wieder?

Doch wir igeln uns ein, das wahre Leben findet ohne uns statt. Und das ist doch schade. Wir verpassen so viel.

 

Doch nun gibt es Mr. Happy, den Mann, der all diese Ängste nicht kennt, der Mann, bei dem ich sein darf, wie ich bin, der mir sogar sagte, er würde mich lieben. Und das, obwohl er weiß, wie ich alles kontrollieren muss und so.

Er kann sich bei mir fallen lassen und möchte, dass ich es auch lerne.

In den eigenen 4 Wänden? Nur mit ihm? Ach, das wäre vielleicht sogar möglich.

 

Doch nun hat er Karten. Karten für einen Kabarettisten. Im Januar. Für ihn und mich.

Und ich muss mit. Ich habe keine Kontrolle? Ich will es ja, aber es ängstigt mich.

 

Und so werde ich seine Hand nehmen und hinnehmen, dass er stark genug ist für uns 2 und mich hindurch führt, die Kontrolle übernimmt und ich es unbeschadet überstehe und eventuell sogar etwas Spaß habe.