Die Sache als Single

Und nun ist es passiert, Mr. Happy ist weg – seit vorgestern.

Warum? Weil wir nicht passen, weil wir zu verschieden sind, sagt er …

 

Und nun ist es leer. Die Wohnung, mein Herz, mein Nachrichtenfenster im Handy, alles ist leer.

Selbst weinen kann ich vermutlich nicht mehr. Und ich frage mich, wozu man leben soll und lieben – diesen Schmerz aushalten, immer wieder.

Und ob es wirklich Schicksal ist, dass ich nicht glücklich sein darf.

 

eure weinende Nana

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zu viel, einfach zu viel Liebe

Arg, ich hasse das.

 

Meine Borderlineleser dürften es kennen, wenn es nicht zwingend schlechte Gefühle sind, sondern schlicht und ergreifend einfach zu viel Fluten von Emotionen, Gedanken, auf einen einprasseln. Das führt zum absoluten Knockout.

Doch das kann ich mir nicht leisten. Also was mache ich? Skillen anstatt mir *** ähm, weh zu tun. Ist sicher eine gute Idee, aber wie skillt man den Druck weg, wenn er sich wieder aufbaut?

Was ist, wenn man nicht mal Zeit hat, alles aufzuräumen in der Wohnung und sich selbst?

Zu viel Nähe, die man so sehr will, aber auch so sehr auf Abstand halten will?

 

Irgendwie ist es als Single einsamer, aber auch einfacher, zumindest bin ich es gewohnt.

Kaufen gegen Leere? nö, aber doch

Die ganze Zeit wieder … ich bin für andere da.

Der fragt, ob ich was für ihn tun kann, da kommt der nächste, und ich springe.

Alle bedanken sich, aber diesen Dank kann ich nicht annehmen. Ich habe es nie gelernt, denn früher hat sich niemand bedankt. Da war es selbstverständlich, wenn ich etwas tue. Oder es war falsch.

Und so fühle ich mich leer. Einfach leer – und habe mir für 750€ etwas gekauft, was ich eigentlich nicht brauche.

 

Vielleicht macht es mich glücklich? Nein, wird es nicht.

Aber es wird mir gut tun.

Und so kaufe ich wieder etwas, um eine Leere zu füllen, die ich nie füllen kann. Es ist deprimierend.

Wenn das Leben eine Qual ist

Als kleines Kind war die Normalität für mich etwas völlig anderes als das, wie man beschreiben würde, wie ein Kind aufwuchs.

Man fragte nicht, warum das nicht mal 10-jährige Mädchen ungerne zuhause war. Man fragte auch nicht, wo es denn war, denn irgendwo würde es schon sein. Merkte jemand, dass sie geschlagen wurde, dass sie Liebe machen musste, dass sie zum Essen gezwungen wurde oder sich verletzte?

Man fragte auch nicht, was mit dieser nicht mal 20-jährigen Frau los war, warum sie nicht zur Schule wollte, die Noten schlechter wurden, sie sich im Zimmer einschloss und heimlich ihr Essen erbrach. Nein, man merkte es ja nicht mal. Dass sie betrunken irgendwo lag? Freunde wissen es, ja. Aber die Familie hat es nie interessiert.

Man fragte auch nie, warum man die nicht mal 30-jährige Frau nie im Bikini sähe, warum sie sich verschließt, warum sie introvertiert ist. Man sah nie, was das diese Frau für Kraft kostete … und wie sie litt.

 

Fragen ist blöd, wenn man die Antworten eh nicht hören mag, oder?

Die 3 Jahrzehnte wurde nie gefragt, immer wurde vorausgesetzt, angenommen, vermutet.

 

Diagnosen? Braucht niemand wissen, man hätte mich ja fragen können. Ob ich noch Kraft zum Leben habe? Man geht davon aus, dass ich sie natürlich habe.

 

Und innerlich geht noch mehr kaputt und man lebt nur noch, um niemanden zu verletzen, der einen auf seine Art mag.

 

(Und während der Beitrag online geht, sitze ich bei meinem Therapeuten, sage ihm, wie scheiße schwer das Leben ist … und er wird nicken und mir sagen, dass ich so vieles geschafft habe und auch das schaffe.)

 

Nur das WIE sagt er mir nicht, weil es niemand weiß.

die verlorene Woche

Eine schlechte Woche für meinen Blog war das, eine aufwühlende Woche für mich …

Kennt ihr das, wenn sich Ereignisse überschlagen? Ihr nicht zur Ruhe kommen könnt?  Keine Zeit zu reflektieren, zu schreiben, zu …

Der Frauenarzttermin, der anstrengend war … Dates, die mich emotional beschäftigen, ein sowieso noch ausstehender Artikel zu Makeup … Überlegungen zum Kameraequipment … und letztendlich die Anschläge von Freitag …

Wovon soll ich schreiben? Von Allem? Was kann ich schreiben, wie kann ich etwas in Worte fassen, über das ich mir noch nicht klar bin?

Es ist wie eine Welle, die einen überrollt … ich würde es euch so gerne mitteilen, aber finden keinen Start.

Spannt mir einer einen roten Faden?

Bitte

Einfach übersehen werden …

Ist es nicht schlimm, dass man mit Eintritt ins Erwachsenenalter nicht aufhört, nach Anerkennung der Eltern zu streben?

Doch ohne Kind wird man übersehen.

Arbeitend sieht man sie kaum.

Problemlos im Job läuft alles und man wird nicht beachtet?

Muss ich auf den Strich gehen, ohne Geld Drogen nehmen, um gesehen zu werden?

Das tut doch einfach so weh – wieso sind Eltern nicht stolz darauf, eine problemlose arbeitende intelligente Tochter zu haben und gehen damit prahlen? Es wurde doch immer erwartet, dass ich werde, wie ich geworden bin.

😦

Einfach Gedanken fort schieben

Eine „gute“ Eigenart von Borderlinern … wenn du die Emotionen nicht wahrnehmen kannst, weil sie dir zu heftig sind, dass du sie nicht ertragen magst, mach sie weg.

Oft machen wir sowas nicht bewusst, nehmen nur das Ergebnis wahr, wenn wir alles fort geschoben haben … die Leere.

Und diese ist so unaushaltbar, dass wir uns nicht selten verletzen, um etwas zu spüren. Absoluter Irrsinn oder?

Ok, nun bin ich an den Punkt, die Dynamik bewusst wahrzunehmen und auch teilweise steuern zu können. Ich hatte letzte Woche einige Dinge, die ich nicht verarbeiten konnte, weil einfach die Zeit und der Raum fehlten.

Seitdem schieben ich sie weg, weshalb es hier wenig Einträge gibt – Verdrängung macht also auch Blogs leer 😉

Nun ok, kennt ihr sicherlich oder? Ich wünsch uns allen Zeit und Raum und Kraft, Verdrängtes hervor zu kramen.

eure Nana