Kalle tötet mein Denken

Tja, inzwischen kennt ihr Kalle … und jedes Jahr vor dem 15.01. geht es mir schlecht … einfach, weil ich weiß, dass wir uns am 15.01. kennen gelernt haben. Ich hoffe immer, ich könnte es vergessen.

Nun ist es das 15. Jahr … und ich erinnere mich an den selben Scheiß … wie er mir seine Zunge in den Hals steckte, mich berührte, … wie er immer sagte, wie schön es sei …

wie ich IHN berühren musste, weil man das als Freundin tut … es gab so viel in den 6 Wochen, bis er sämtliche Regeln brach, die man brechen kann … und es tut so weh, als wäre es gestern gewesen … wie er mich nach der Tat vor den Schrank schlug und ausholte

ich dachte, ich würde sterben, ich hatte so unglaubliche Angst

Nun ok, Mr. Happy weiß das grob, er weiß, was der 15.01. für ein Tag ist … dass ich quasi die letzten Tage deshalb „unbrauchbar“ war … und ich hänge da fest im Denken

Vielleicht hab ich ja glück und zum nächsten „Jahrestag“ habe ich schon den ersten Termin bei der neuen Therapeutin

 

aber bis dahin muss ich dadurch. Mir ist schlecht, ich könnte den ganzen Tag heulen, … einfach nicht meine Zeit, so Mitte Januar

Werbeanzeigen

Wie eine Tat das Leben verändert

Manchmal gibt es Rückblicke.

Und nun bitte richtig lesen, nur Blicke zurück, keine Schritte zurück, denn das können wir nicht, unsere Vergangenheit bleibt hinter uns, und wir kommen dahin (glücklicherweise) nie zurück.

 

In dieser Erinnerung geht es um etwas traumatisches, etwas, was mich bis heute indirekt beeinflusst und was der Auslöser für viel Unsinn war, der Stein, der vieles ins Rollen brachte.

 

Wir schreiben das Jahr (tja, welches war es noch gleich?) – egal, die kleine Nana war 15 Jahre jung.

Freunde? Hatte sie wenige. Einen Jungen geküsst? Ja, das hatte sie schon mal, einen kleinen Schmatzer auf den Mund. Aber sonst wusste sie von nichts. Ihre Tage hatte sie noch nicht, Brüste hatte sie kaum, sie war einfach noch ein Mädchen.

Ihre beste Freundin hatte aber einen Freund, was eigentlich cool war. Und dessen Freund Kalle sollte mit einer weiteren Freundin verkuppelt werden, beim Billiard spielen. Wieso nicht mit mir? Kalle war 21 Jahre alt, zu alt für klein Nana. Und so fuhren wir los und trafen uns auf dem Parkplatz.

Nana wusste damals nicht warum, aber sie versuchte, Kalles Aufmerksamkeit zu bekommen. Es war der 15. Januar. Kalle fand klein Nana übrigens auch toll. Naja klar. Sie war jung(fräulich), schüchtern, unerfahren, … und nachher ging es noch zum Spieleabend zu Nana heim.

Die nächsten 6 Wochen gingen sie viel im Schnee spazieren, stellten sich gegenseitig den Eltern des Anderen vor, küssten sich, was Nana ekelig fand, aber ok. Kalle wollte es. Auch gerne mit Zunge. Und sie wollte Kalle ja gefallen.

Doch dann kam Streit, 2 Tage lang … Und am Sonntag hatte Kalle genug. Im Streit warf er klein Nana aufs Bett und zog ihr die Hose runter. […] Den Rest erspare ich euch mal. Nana schrie nicht, dabei wären ihre Eltern unten gewesen, die sahen nämlich fern. Nana spang nur auf, als er fertig war und von ihr abließ und er schleuderte sie vor den Schrank. Angst stand in Nanas Augen, denn sie dachte, er würde sie tot schlagen, sie sah Hass.

Mit letzter Kraft raffte sie sich auf, als er die Faust wieder herunter nahm, begleitete ihn zur Tür und als ihre Eltern fragten, was los sei, sagte sie, sie haben sich gestritten und sie ginge nun ins Bett.

 

Der Boden war hart, aber die nächsten Nächte konnte sie nicht mehr ins Bett.

Und nun brach alles auf … sie wusste nicht, dass ihr früher schon derbe Gewalt angetan wurde, das würde sie erst 10 Jahre später an Hand von Flashbacks immer weiter herausfinden, aber Ekelgefühle kamen auf.

 

Und so geriet ihr junges Leben immer mehr aus der Bahn, sie verletzte sich an sämtlichen Körperstellen, schwänzte die Schule, übergab sich nach dem Essen, besoff sich und ging mit fremden Männern in dunkle Ecken.

 

 

Und alles, weil dieses Ereignis mit Kalle längst verdrängtes wieder hervor holte.

Danke Kalle