Die Panik packt zu

Lang lang ists her, seit die letzte Panikattacke zugegriffen hat.

Es schnürrt sich der Brustkorb zu, der Puls rast, das Herz scheint aus der Brust zu springen, kann sich aber nicht bewegen, mir wird schwindelig … und alles im Büro.

Auslöser?

 

Tja, ich höre nebenbei Karneval. Ich denke, dass mein Freund die nächsten Tage feiert ohne mich, das Leben feiert ohne mich. Warum? Nicht weil er mich nicht mitnehmen möchte, sondern weil ich nicht will. Ich ertrage so viele Menschen nicht, laute Musik, betrunkene Menschen … das animiert mich zum Saufen. Und ich hab früher viel Party gemacht, viel getrunken.

Aber ich bin trocken und mag es bleiben. Und es sind mir zu viele Menschen.

Sonst würde ich mitgehen.

 

Und so geht er alleine. Und eigentlich sollte es ok sein. Aber in mir macht sich die Angst breit, ich würde ihn verlieren, wenn er ohne mich Spaß hat. Und so schafft es die Panik, sich hochzuarbeiten.

 

Und was tue ich dagegen? Ich schreibe hier, ich analysiere, wie es dazu kam, wie es mir geht und ich hoffe einfach, dass ich falsch liege, dass Mr. Happy mich liebt und es stimmt, wenn er sagt, dass es ok ist.

Und ja, es ist bestimmt ok, wenn er ohne mich Spaß hat, weil ich Karneval nicht mag. Ich muss ja nicht alles mögen und an seinem Rockzipfel hängen. Etwas Freiraum tut uns sicherlich beiden gut, ganz sicher.

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Panikattacken – oder doch nicht?

Die Frage der Fragen … und das alles nur, weil Mr. Happy Trödelmärkte mag.

 

Trödelmarkt? War ich ewig nicht mehr, bestimmt 6 Jahre lang … nun ja, also tingelte ich Sonntag mit meinem Liebsten dort hin …

in der unteren Etage eines Parkhauses … es war schlechte Luft, voll, laut, … und ich wusste wieder, warum ich die letzten 6 Jahre nirgends war.

Ich teilte es meinem Schatz mit, der fragte, ob wir lieber wieder gehen sollen. War echt lieb, aber bringt ja nix.

Dann muss ich ihn sein Leben lang alleine hin gehen lassen, nur weil ich Angst hab – also ok, muss ich durch.

 

Tief ein- und ausatmen. Nicht nur auf eine Stelle schauen, sondern gerne mal zu allen Seiten, denn bei einem Punkt, kipp ich eher um und verliere das Gleichgewicht. Zum Glück konnte ich mich bei ihm einharken. Und nun merken, es ist bei mir, es passiert nix.

 

Es wurde voller und leerer. Er kaufte ein und ich begleitete ihn.

Mehr konnte er bei bestem Willen nicht erwarten.

Und ich war mächtig stolz auf mich!