Überraschungen des Alltags

Tja, ich hab heute tatsächlich etwas weiter aufgeräumt.

Weil es mir gut geht? Hm naja, ich weiß nicht.

Ich bin recht durcheinander, aber verfolge eine neue Strategie: Bring deine Wohnung in Ordnung und du hast mehr Struktur, für dich selbst – oder so

Vielleicht klappt es ja

Naja, zumindest hab ich in eine Geburtstagskarte geschaut. Dazu müsst ihr wissen.

Ich habe eine Zeit lang alles liegen lassen, wo ich gerade stand und habe seit vielen Jahren die Eigenheit, bei Ankündigung von Besuch, alles in große Taschen zu schmeißen und die in den Abstellraum zu stellen. Und so war es wohl auch mit dieser Tasche und dieser Karte.

Ich nahm sie, wollte sie zu den unsortierten Papieren (ja ich weiß ja, da muss ich auch dran – irgendwann mal, wenn ich Ruhe habe) legen, doch da fiel etwas raus.

Hm, lasst mal überlegen: Ich glaub, Geld fiel mir vorher noch nie entgegen.

Und so überraschte diese hässliche langweilige Karte aus einer Klüngeltasche mich mit neuen finanziellen Mitteln, um Unsinn zu shoppen, den ich eh nicht brauche

Oder ich kauf meinem Patekind etwas schönes.

Werbeanzeigen

Innerer Zustand vs. Wohnung

Hmmm, ob ihr das kennt?

Eine Freundin muss nur in meine Wohnung kommen und weiß, wie es mir geht.

Hab ich depressive schlechte Phasen, ist nicht viel mit Putzen.

Bin ich durcheinander, ist nicht viel mit Aufräumen.

Früher gab es noch den Alkohol als Ausrede, aber damit hab ich den Abfluss gereinigt. Also erkennt man es am Rest.

Joa, was soll ich sagen? Nach 2 Wochen krank bin ich wieder fitter. Ich habe Dinge erledigt, mit anderen Dingen abgeschlossen … und nun?

Ich kann tatsächlich wieder Leute einladen. Die Mülltonnen draußen sind voll – was wohl die Nachbarn denken werden?

Aber es geht mir besser. Es geht meiner Wohnung besser. Ich weiß nun auch wieder, was in meinen Schräken ist und welche Farbe der Fußboden hat.

Nein nein, Messi bin ich nicht. Ich horte nicht. Ich schmeiße nur wenig weg, wenn ich mit etwas nicht abschließen kann.

Aber schon krass, dass die Wohnung das Spiegelbild der Seele sein kann.

Zumindest werd ich nun schauen, uns gut zu behandeln. Bestimmt.